stilettola
stilettola_510

korpus

wie aus einer idee, nach ganz individuellen bedürfnissen, ein fertiges instrument wird. in den folgenden bilder möchte ich sie an der entstehung der STILETTOLA teilhaben lassen.
von der idee bis zu der ersten zeichnung ist ein kreativer prozess vorhergegangen, der viele aspekte funktion,bedürfnissen und desing beinhaltet. alle ideen fliessen dann in eine zeichnung ein, die dann die grundlage des ganzen ist. die ideen sind vereinigt und das projekt wartet nun auf seine umsetzung.
von der idee bis zu der ersten zeichnung ist ein kreativer prozess vorhergegangen, der viele aspekte beinhaltet, wie funktion,bedürfnisse und desing. alle gesammtelten ideen fliessen dann in eine zeichnung ein, die dann die grundlage des ganzen ist. die ideen sind vereinigt und das projekt wartet nun auf seine umsetzung.

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schon in der planung wird die materialwahl getroffen. dabei sind klangeigenschaften, desing und farbliche gestaltung des fertigen instrumentes die grundlage. für den korpus haben wir uns für a-hornzargen und fichten-boden und -decke entschieden. decke und boden sind tonholz aus bergün. die dicke ist etwa 4mm. zargen sind aus berga-horn und sind rund 3-4 mm dick. für die verstärkungen für den späteren gitarrenhals und den unteren abschluss kommt fichtenholz zum einsatz.

die zargen werden nun in die form gebogen. dabei ist von anfang wichtig, eine saubere und passgenaue zarge zu biegen. da die gitarre nicht symetrisch ist, braucht es für beide seiten des korpus eine andere biegung.
sind die zargen gebogen werden sie nachgeschliffen und anschliessend zusammengefügt. als verstärkung der beiden enden werden fichtenholzklötze angeleimt. oben wo der hals der gitarre angebracht wird, fällt die verstärkung viel massiver aus. die oben und unten überlappenden holzteile stabilisieren später den boden und die decke. wichtig ist diese zusätzliche stabilisierung vorallem beim deckenteil da dort bis zu 60 kg an seitzug wirken. durch die zusätzliche verstärkung ist ein absacken der decke unter dem griffbrett um ein vielfaches vermindert.

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an den beiden leimstellen im obern und unteren bereich, wo die zargen zusammengefügt sind werden kleine holz-inlays angefertigt. sie verdecken später die leimfugen der beiden zusammengeführten zargen.

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um die leimoberfläche für die decke und den boden zu vergrössern werden nun kleine holzstücke auf die innenseite der zargen geklebt und mit klammern befestigt. das geschiet auf beiden seiten. anschliessend wird der restlich leim auf den oberflächen mit schleifpapier wieder entfernt um eine schöne und plane oberfläche zu erreichen

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bevor die verstrebungen an die decke angebracht werden wird dir einlage für das schallloch gemacht.zuerst wird an der stelle des schallloches das holz für die verzierung ausfräst. anschliessend wird die bearbeitete stelle gut nachgearbeitet so dass die holzeinlage gut sitz. anschliessend werden die einlagen sorgflltig eingeklebt so dass keine übergänge zu sehen sind. nach genügender trocknungszeit wird das schallloch nun ausgefräst. nach dem verschleifen des inlay wird das letzte binding angeklebt und wieder verschliffen.

schallloch1schallloch2schalloch3


schallloch4schalloch5schalloch8

ein unsichtbarer aber wichtiger arbeitsschritt ist das anbringen der verstrebungen an decke und gitarrenboden. die verstrebungen geben der decke und dem boden die nötige steifikeit. bei der fertigen gitarre können zugkräfte von bis zu 60 kg auftreten. trotzdem sollte das instrument nicht zu schwer werden. ein kompromiss von maximaler stabilität und minimalen gewicht ist gefragt.
die eingeklebte platte ist für die saitenstifte gedacht. sie halten später die seiten stabiler in der decke.
alle verstrebungen bei der stilettola sind aus hartholz (ahorn) gefärtigt.
auf der rückseite des bodens habe ich zwei kirschholzleisten (1mm) eingelegt damit die leimstelle der beiden bodenhälften elegant versteckt ist.

anschliessend wird die decke auf die vorbereiteten zargen aufgeleim und mit schraubzwingen fixiert. die verbindung von zarge und decke ist sehr wichtig und sollte gut verleimt sein. also geduld ist angesagt.

verstrebung1verleimen1

ruecken2rueckeneinlage2

die decke ist nach der trockenzeit nun fest mit den zargen verbunden. die überhänge werden zuerst grob mit der stichsäge abgeschnitten. anschliessen wird die decke mit der oberfräse und dem bündigfräser vorsichtig auf das mass der zargen abgefräst. wichtig ist hier, dass die decke nicht den jahrringen nach aufreisst. anschliessend wird die bündig abgehobelte decke noch mit dem schleifklotz nachgeschliffen.

decke1decke2

damit die gitarre später besser gegen schläge geschützt ist und der korpus einen schönen randabschluss bekommt wird ein binding um den korpus gemacht. ich habe mich für ein zweiteiliges binding aus einem holz- und einem pvc-streifen endschieden.
zuerst werden die bindingstreifen geschnitten und gemessen. anschliessend wird die fräsung am korpus vorbereitet. mit der oberfräse wid die tiefe und die höhe des bindings genau eingestellt und anschliessend ausgefrässt. ( vorsicht, dass das holz nicht ausreisst.)
anschliessend wird die ausgefrässte kante mit schleifpapier sorgfälltig geschliffen so dass keine überreste zwischen korpus und binding sind.
nun werden die vorbereiteten bindingstreifen in die ausfräsung geleimt. den holzstreifen benetze ich vorher damit er nicht bricht. schrittweise werden die beiden bindingsstreifen in die ausfräsung eingeleimt und mit klebeband fixiert. ( wichtig ist, dass oben wie auch innen keine lücken enstehen)

nach der trocknung werden die kleber vorsichtig entfernt, so dass das deckenholz nicht ausreisst.
nun heisst es das binding sauber zu verschleifen. oben wie auch seitlich wird nun alles bündig verschliffen. (schluss mit 600er körnung)

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binding3binding4binding5

binding6binding7binding8


nun geht es, den hals an den korpus anzupassen. damit der halseinstellstab im korpus platz findet wird eine fräsung passgenau für den stab in den oberteil des korpus gemacht. ich erledige dass mit einem 6mm fräser und einer führung, die ich mit 2 schrauzwingen befestige. so habe ich eine exakt gerade fräsung und der halsstab hat nachher keine möglichkeit zu verrutschen oder zu schäppern beim spielen

halseinsatz1halseinsatz2

nun geht es an die unterseite. schon früher habe ich den boden beleistet. nun geht es darum, den boden auf den korpus zu kleben. aus diesem grund gehe ich im wesentlichen gleich vor wie bei der decke. ich klebe zuerst wieder kleine holz-rechtecke an die unterseite um die leimfläche zu vergrössern. sie werden wieder in regelmässigen abständen dem rand entlang aufgeklebt und anschliessend mit klammern fixiert bis der leim getrocknet ist.
anschliessend wir der boden auf den zargen positioniert und angezeichnet. nun wird der leim wieder gleichmässig auf dem rand verteilt und der boden auf den korpus geklebt. anschliessend fixiere ich das danze mit schraub oder klemmzwingen. VORSICHT. nicht zu fest fixieren, da sonst der boden oder die decke reissen kann. nun heisst es warten und trocknen lassen. also zeit für einen cafe.

verleimung_510

wie schon oben auf der decke wird auch auf dem boden zuerst das überschüssige holz vom boden entfernt und anschliessend auf die gleiche weise das binding angebracht. somit ist der korpus fertiggestellt und wartet auf den zugehörigen hals und saitenhalter.

hals

der hals sollte sich spter nahtlos an den korpus passen. ich habe entschieden den hals am 14-16 bund an den korpus anzubringen. er sollte einen trussrod (halseinstellstab) haben um dem saitenzug auch entgegen zu wirken.
für den hals verwende ich wie bei den zargen berg-ahorn. um eine grössere stabilität zu erreichen sperre ich den hals mit einen krischbaumstreifen. um die stbilität weiter zu verbessern sollte auf möglichst stehende jahrringe bei den halsstücken geachtet werden.

die kleinen klötze werden später als halsabschluss aufgeleimt und verschliffen.

halsmaterial1

der hals wird 3fach versperrt (ahorn/kirschbaum/ahorn). zuerst werden die holzstücke genau gehobelt so dass sie lückenlos passen. anschliessend werden die halsstücke gut verleim und mit schraubzwingen fixiert. das gleiche passiert mit der späteren kopfplatte.

hals1kopfplatt1hals2

die hölzer sind nun getrocknet und die zwingen gelöst. nun geht es an das grobe zuschneiden der formen und das abhobeln des überstehenden materials. im gleichen zug wird auch der winkel der kopfplatte angezeichnet. bei der stilettola habe ich mich für einen winkel von 10 grad entschieden. sollte der winkel zu klein gewählt werden ist der saitenzug zu schwach, was zum herausspringen der seiten aus den sattelkerben zur folge hat.

halskopf1halskopf3halskopf4

nachdem der winkel gesägt ist geht es nun daran, die beiden teile zu verleimen. die schwierigkeit liegt darin, die kopfplatte genau auf den hals zu leimen, so dass der dunkle holzstreifen keinen unterbruch bekommt. auch gleiten die beiden teile gerne von einander da sie in einem winkel zueinander stehen.
wenn die hölzer gut sitzen, werden sie mit schraubzwingen fixiert, so dass keine hohlräume zwischen den hözern entsteht.

verkleben1verkleben3verkleben4

nach dem schleifen der hals - oberseite wird die fräsung für den halsstab (truss rod) gemacht. wichtig ist hier, dass der halsstab passgenau im hals platzfindet. er darf nicht wackeln oder sich sonst bewegen da er sonst im fertigen instrument zu ungewollten nebengeräuschen führt.
auch wichtig für die fräsung ist die position des halsstabes. soll er von oben zugänglich sein oder vom korpus her. ich habe mich für einen zugang von der kopfplatte her entschieden.

nun geht es an die kopfplatte. da bei der stilettola eine offene kopfplatte geplant wurde, habe ich eine vorlage zugeschnitten. sie soll mir allfallige schwierigkeiten schon im voraus aufzeigen und man bekommt eine bessere vorstellung der form und der grösse. nachdem alles passt, übertrage ich die form auf die orginal-kopfplatte.

halsstab1halsstab22

kopfplatte222kopfplatte4

mein nächster arbeitschritt sieht so aus, dass ich den grob bearbeiteten hals auf das schon vorgefärtigte griffbrett leime. folgende sachen sind dabei nicht zu vergessen:
- wichtig ist, dass das griffbrett gerade und mittig aufgeklebt wird.
- darauf achten, dass auch der richtige bund am hals-korpusübergang zu liegen kommt.
- lieber etwas mehr leim als zu wenig. ( trotzdem ist zuviel drauf, schwimmt das griffbrett immer weg.

nun wird das griffbrett sauber eingepasst und an einer sinnvollen stelle markiert ( hilft später beim kontrollieren der passgenauigkeit).anschliessend verteile ich den leim gleichmässig auf dem hals (ist ja das kleinere stück) und bringe beide sachen zusammen. jetzt wird das ganze mit schraubzwingen gut fixiert.

wenn der leim schon gummig angetrocknet ist, entferne ich den rest mit einem stechbeitel.
wenn nun alles gut getrocknet ist entferne ich die schraubzwingen und die überstände werden abgeschnitten.

leimen1leimen2

so jetzt geht es an den feinschliff.
ich habe in der zwischenzeit die jeweilgen breiten des halses ( 1. und 12. bund ) eingezeichnet und dann begonnen, den hals auf die geforderten breiten abzunehmen.

mit 80er dann mit 120er und am schluss mit 320er schleifpapier wird der hals und alles andere feingeschliffen. ich mache dass alles von hand und mit dem schleifklotz.
wichtig an dieser stelle ist noch zu erwähnen, dass es sehr heikel ist, dass die kanten beim übergang hals-korpus nicht geschliffen werden, da das einpassen ja schon vorher gemacht wurde.
ich habe nicht so gute erfahrungen mit maschinen gemacht. ich habe so einfach das besser gefühl dafür.

feinschliff1feinschliff2

ich bin kein grosser fan von all zu überladenen verzierungen auf dem griffbrett. darum habe ich mich für eine dezente bundmarkierung entschieden. ich setze jeweils am 3/5/7/9/12/15/17 bund eine kleine einlage ein. durchmesser 2,5 mm. dazu zeichne ich auf dem griffbrett die positionen ein. anschliessend wird der hals auf der ständerbohrmaschine fixiert. ist stelle die tiefe ein, um nicht ein 2mal bohren zu müssen. bei solch kleinen sachen ist es wichtig, möglichst wenig zu bohren. anschliessend werden die löcher gebohrt.
nun klebe ich die einlagen sorgfälltig in die löcher und gebe noch etwas schleifstaub oben drüber, den ich gut andrücke. der staub füllt mir eine allfälliuge ungenauigkeit und ich kann ihn anschliessend sauber abschleifen.

wenn alles gut getrocknet ist schleife ich die überstände mit 320 schleifpapier sauber ab.

gleich verhält es sich mit den dots auf der seite. in diesem fall handelt es sich um metall ( messing) einlagen. die handhabung ist aber gleich wie oben

einlage2einlage3

nun geht es ans bundieren. bevor ich die bunddrähte grob zuschneide, biege ich sie auf das richtige mass. da das griffbrett ja einen radius hat, müssen auch die bünde den gleichen radius haben (sonst haben sie einen zu grossen zug an den rändern). ich habe mir eine ganz einfache "maschine" gebastelt. durch das verstellen eines rades kann ich jeweils den gewünschten radius erreichen.
wenn die bünde gebogen sind schneide ich sie grob zu. für jeden bund eine andere länge. zu beachten ist, dass wenn eine zange als schneidewerkzeug verwenden wird, die bünde nicht zu klein zu schneiden. durch die zange und das abklipsen verbiegt sich der bunddraht. also genügend abstand halten.

einschlagen den bünde
ich schlage die bünde jeweils auf einer seite ein und fixiere sie mit dem finger. anschliessend wird der rest des bundes eingeschlagen. zur besseren fixierung gebe ich noch einen tupf leim auf die unterseite des bundes, bevor ich ihn einlege. vorsicht ist hir geboten um nicht zuviel leim zu verwenden, weil sonst der leim unter dem bund hervordrückt.

wenn sich alles gut gesetzt hat geht es an das abschneiden der bünde. ich verwende dazu den dremel als kleine trennscheibe. möglichst nahe am griffbrett schneide ich den überstand des bundes ab. vorsicht nicht ins griffbrett schneiden.
anschliessend schleife ich die bünde zuerst mit grobem dann mit feinerem schleifpapier ab bis sie bündig sind. hir empfielt sich ein harter schleifklotz.
zum abrichten der bünde auf dem griffbrett decke ich zuerst jeweils um den bund das griffbrett ab um es nicht zu verkratzen. dann schleife ich mit einer kleinen feile den bund etwa im winkel von 30-40 grad ab. anschliessend kommt wieder der schleifklotz zum finalisieren zum einsatz. es sollte sich am schluss fein und gut bespielbar anfühlen. also immer schön schleifen.

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saitenhalter


ein wichtiges teil ist der saitenhalter. natürlich gibt es keine grenzen für die gestaltung, dennoch sollte man sich einiger fakten bewusst sein.
- dieses teil hält die saiten mit dem gesammten zug fest auf der gitarre ( kann bis zu 80 kg sein)
- es überträgt einen grossen teil der schwingungen der saiten auf die decke
- es begrenst die saitenlänge je nach mesur

aus diesen gründen ist es wichtig, nicht einen zu kleinen saitenhalter der eine zu geringe klebefläche aufweist zu konzipieren.

nachdem ich die form für meine gitarre bestimmt habe mache ich eine schablone. es fällt mir leichter die form passend zur gitarre zu designen.
ich schneide nun mit der decoupiersäge die form grob aus und zeichne nun die position der "brücke" ein. anschliessend arbeite ich mit einem kleinen fräser die aussparung aus. wichtig ist hir, dass die brücke einen winkel von wenigen graden aufweist.

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anschliessend arbeite ich die endgülige form aus. dazu benutze ich zuerst eine raspel anschliessend ein feinere feile. wenn die form den vorgaben entspricht beginnt nun der schleifteil. mit immer feiner gekörnten schleifpapier arbeite ich mich an die finale form und finish heran.

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